Aug
23
Written by:
frank zindel
23.08.2008
23. August 2008 - Christian Roder
Beim letzten Wechsel der Soldaten-Gruppen ist wieder unsere erste Gruppe angekommen, die Soldaten wissen also schon, was sie zu tun haben und sind routiniert im Durchführen der Strandpatrouillen. Gestern waren Miguel und ich - und natürlich zwei Soldaten - am Strandabschnitt "Porto Ferreira Nord" unterwegs:
Nach etwas 1,5km Strandpatrouille liegt plötzlich wieder dieser Geruch in der Luft... nur ganz leicht, kaum Wahrnehmbar, aber doch unverkennbar: Von irgendwoher trägt der Wind den Geruch von toter Schildkröte heran! Nach unserem Fund der über zehn geschlachteten Schildkröten am Südstrand von Porto Ferreira, ganz am Anfang unserer Arbeit hier auf BoaVista, werden wir diesen Geruch nicht mehr vergessen. Um herauszufinden, ob wir uns nicht täuschen, teilen wir uns auf - zwei Mann durchstreifen die Dünen, die anderen Zwei überwachen weiterhin den Strand. Nach kurzer Zeit finden wir tatsächlich unweit des Strandes die tote Schildkröte, offensichtlich vor nur wenigen Tagen getötet.
Unsere Gruppe kommt dort wieder zusammen, wir untersuchen den Kadaver und suchen in der Umgebung nach Spuren. Tatsächlich lassen sich fremde Fussspuren ausmachen die weiter in die Dünen führen. Wieder teilen wir uns in zwei Zweiergruppen - eine folgt den Spuren, die andere überwacht den Strand - und bleiben dabei in Funkkontakt. Beim Fortsetzen der Patrouille kann ich mit einem der Soldaten einige Schildkröten beobachten, die wir nach erfolgreichem Nisten nach Markierungen (Tags) untersuchen, die Auskunft über das Mirgrationsverhalten der Tiere geben.
Nach einiger Zeit kommt von Miguel über Funk die Nachricht, sie hätten eine Art Versteck der Wilderer in den Dünen gefunden. Wir führen die Patrouille noch zu Ende und treffen auf dem Rückweg die zweite Gruppe wieder, die uns zum Versteck der Wilderer führt. Tatsächlich finden sich hier gestapelte Plastikschalen und Säcke, die vermutlich zum Transport des Fleisches vorgesehen sind. Ausserdem Schildkrötenüberreste und eindeutige Zeichen, dass hier regelmässig ein Esel herumsteht. Wir zerstören die Transportgefässe und prägen uns den Ort genau ein... mehr können wir im Moment nicht machen. Bei den zukünftigen Patrouillen werden wir diesem Ort aber ganz besondere Beachtung schenken.
23 August 2008 – Christian Roder
This shift we have a group of soldiers, who have been here in June already, at the very beginning of our beach patrols. This means they are well experienced in patrolling the beaches and don’t need any training anymore. Yesterday Miguel and I plus two of the soldiers were on our way on the northern stretch of Porto Ferreira beach.
After about 1.5 km all of a sudden this smell was in the air again…just a whiff of it, hardly noticeable, but unmistakable. The wind carries the smell of dead turtle into our noses. We will never forget this odour after having found ten butchered turtles at the very beginning of our work here on BoaVista. We split our group into two: one is checking the dunes and the other one continues to watch the beach. Just a bit later we find the dead sea turtle – obviously slaughtered only a few days ago.
We examine the carcass and search for footprints. In fact we find some foot prints leading us into the dunes. Again we split our group: one follows the footprints, the other one keeps watching the beach – both keeping in touch via radio contact. Walking along the beach, we can watch several sea turtles laying their eggs into the sand. After they have finished nesting, we check if they are tagged; this information helps us to understand more about their migration patterns.
After a while we hear from Miguel that they have found some sort of hiding place from the poachers in the dunes. We continue our patrol and meet the others again on our way back. Then they show us the poacher’s hide-out. There we find stacked plastic bags and containers, presumably to transport turtle meat. Besides that we discover turtle remains as well as donkey’s footprints.
We destroy the transport containers and try to memorize this place as good as possible … That’s all we can do at the moment. During our future patrols though, we will pay special attention to this specific spot.
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