30. August 2008 - Norbert Hausen
Land Unter
Auf einer Insel, die aus Wüste und Geröllfeldern besteht und auf der die Vegetation extrem karg ist, würde man das, was wir hier in den letzten Tagen erlebt haben, am wenigsten erwarten: Wassermassen, die sich ihren Weg durchs Land bahnen und Straßen und Wege unterspülen.
Seit 3-4 Tagen regnet es so heftig, dass die Hauptstraße nach Fundo das Figueiras, wo unsere Soldaten stationiert sind, immer wieder vom Wasser überschwemmt wird. In den vergangenen 2 Tagen konnten wir keine Patrouillen durchführen, da ein Vordringen an die Strände unmöglich war. Gestern starteten wir einen erneuten Versuch. Da es am Nachmittag nicht regnete, konnten wir die Strasse nach Fundo das Figueiras passieren. Wir lieferten die erste Soldatentruppe am Zelt in Canto ab und kamen auf den Rückweg in ein derartiges Unwetter, dass es nur noch hieß: “… schnell, schnell - wir müssen zurück, sonst ist die Straße bei Rabil wieder überspült...“. Wir blieben fast im Schlamm stecken und die Straße war ein einziger reissender Strom. Das Wasser spritzte bis übers Dach des Autos und die Sicht war wegen des starken Regens auf einige Meter beschränkt. Zum Glück kamen wir zeitig an die kritische Stelle und konnten sie gerade noch passieren. Die ganze Nacht über regnete es weiter. Heute ist kein Passieren möglich. Die Soldaten werden sich wieder selbst versorgen müssen, da wir das Essen nicht bringen können.
30 August 2008 - Norbert Hausen
Flooded
Thinking of an arid, desert-like island with vast dunes, one wouldn’t think of what we have experienced during the last few days: heavy rainfalls flooding the area including pathways and roads.
It has been raining for four days already flooding the road to Fundo das Figueiras, where our soldiers are based at. We haven’t been able to conduct our patrols for two days because there was no way we could get to the beaches.
Yesterday though, we gave it another try. As it had stopped raining during the afternoon, we have succeeded in getting all the way to Fundo das Figueiras. We took the first group of soldiers to Canto and on our way back we got into an incredible storm! “…hurry up, hurry up – otherwise the road near Rabil is going to be flooded again….” everyone in the car shouted unanimously. We got almost stuck in the mud and the road had turned into a torrent. The water was splashing all around us and visibility was so poor, we could hardly see anything at all. Luckily we just made it in time to pass the critical spot. It has been raining all night long. Today we have no chance to cross the passage. Our soldiers have to cater for themselves again because there is no way for us to bring them their food.